Noch fehlt die Verankerung per Gesetz

Mit einer Tagung und einer Gesprächsrunde wurde in Teningen auf die große Bedeutung der Schulsozialarbeit hingewiesen.

Zu einer Demo für die Schulsozialarbeit wurde das Podiumsgespräch der gleichnamigen Fachtagung in Teningen (von links): Rektor Markus Felder, Professor Eberhard Bolay,Rektor Thomas Gaisser, Elke Wölfle (Schulsozialarbeiterin), Fritz Schlotter (BürgermeisterStellvertreter), Renate Hund (Bündnis 90/Die Grünen) und Marianne Wonnay (SPD).
Foto: Karlernst Lauffer

TENINGEN. Beim Podiumsgespräch zum Abschluss der Fachtagung Schulsozialarbeit im Schulzentrum Teningen war man einerseits froh, dass in Teningen zumindest bis 2013 die hundertprozentige Finanzierung einer Fachkraftstelle gesichert ist. Dennoch müsse weiter für die Schulsozialarbeit gekämpft werden. Ziel müsse sein, dass diese wichtige Unterstützung der Schulen auch langfristig gewährleistet wird.

Die Teninger hätten mit dieser Fachtagung einen Beitrag geleistet, um die Schulsozialarbeit im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu vertiefen und das sei ganz wesentlich, meinte Eberhard Bolay, Erziehungswissenschaftler an der Universität Tübingen, der seit 20 Jahren auf diesem Gebiet arbeitet und schon am Donnerstagnachmittag in einem geballten Vortrag referiert hatte. Boley sagte beim Podiumsgespräch am Abend im Foyer des Schulzentrums, dass eine Ganztagsschule eine Schulsozialarbeit zwingend brauche und selbst in einer Grundschule werde man diese unterstützende Betreuung benötigen. Gestützt wurde diese Einschätzung auch von Alexander Meic. Das Mitglied im Netzwerk der Schulsozialarbeit des Landes Baden-Württemberg und hatte dazu in seinem Vortrag an Nachmittag aus der Praxis über die Wirksamkeit der Schulsozialarbeit berichtete.

Die Politik habe das zwar erkannt, sagte Marianne Wonnay (SPD), die den Einsatz ihrer Partei für die Finanzierung der Schulsozialarbeit durch das Land zusagte. Dennoch sei die Politik nicht so weit, dass diese Arbeit und ihre Finanzierung per Gesetz gesichert sei. Aber, sagte Wonnay: „Es gibt Fortschritte: freut euch!“

Diese Fortschritte hatte schon Rektor Markus Felder (Realschule Teningen) bei seiner Begrüßung beschrieben, als er von der Pionierarbeit von Gemeinde und Diakonie sprach, die Michelle Zeuner-Mayer und ihren Förderverein die ganze Zeit unterstützt hätten bei diesem Projekt, das – wie der frühere Schulleiter Fritz Schlotter beschrieb – schon vor zehn Jahren begonnen wurde. Teningen sei die erste Schule in der Region gewesen und habe mit einer 25-Prozent-Stelle angefangen.

Allmählicher Ausbau bis zu einer Stelle in Vollzeit

Wenn sich alles so gut entwickelt habe, dann sei das nicht nur ein Verdienst aller Beteiligten gewesen, sondern auch der Schulsozialarbeiterin Elke Wölfle, die seit Anfang dabei sei. Inzwischen ist eine Vollzeitstelle vorhanden, die zu 65 Prozent von ihr und zu 35 Prozent von einer weiteren Fachkraft ausgefüllt wird. Doch was passiere nach dem Jahr 2013, fragte Elke Wölfle.

Die Finanzierung ist zwar langfristig nicht gesichert, aber auch die Vertreterin vom Bündnis 90/Die Grünen, Renate Hund, eine erfahrene Pädagogin, sagte an diesem Abend ihre Unterstützung zu und Thomas Gaisser, Rektor der Werkrealschule, sprach die Notwendigkeit einer gesetzlichen Verankerung an. Die Podiumsrunde musste an diesem Abend auf die ursprünglich eingeplanten Landespolitiker verzichten, die wegen des Besuchs des Bundespräsidenten ihre Teilnahme absagen mussten.

Es gab keine Wenn und Aber, es gab indes zusätzliches Lob für die Teninger Schulsozialarbeit und diese Veranstaltung, wie Eberhard Bolay ausführte. Nur das Bewusstsein in der Öffentlichkeit auf allen Ebenen bedeute eine Akzeptanz der Schulsozialarbeit. „Das Feld ist noch nicht bereitet“, meinte er und schilderte ein Beispiel von der Schwäbischen Alb, wo ein Gemeinderat der Überzeugung war, dass eine 400-Euro-Stelle für vier Dörfer ausreichend sei. Gegen solche Einstellungen müsse weiter agiert werden.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/noch-fehlt-die-verankerung-per-gesetz

Medienwelten unserer Kinder & Jugendlichen

Für Jugendliche, aber auch bereits für viele Kinder, sind die Nutzung von Internet und internetfähigen Handys schon längst eine Selbstverständlichkeit geworden. Eine „Welt“, die manchem Erwachsen noch fremd ist oder sie kommen der rasanten Entwicklung in diesem Bereich manchmal gar nicht schnell genug hinterher.
Gewaltfilme auf Handys, Cybermobbing in Sozialen Netzwerken, Pädophile im Chat – die Medien sind voll von Berichten über Medienmissbrauch, dem gerade Jugendliche besonders ausgesetzt sind. An allen Schularten kann es zu Problemen mit Gewalttätigkeiten mit und durch die neuen Medien kommen. Lehrkräfte und Eltern stehen diesen Problemen aber oft noch hilflos gegenüber und wissen nicht, wie sie reagieren sollen.

Erste Voraussetzung für adäquates Handeln ist aber die Kenntnis der Medien selbst: Icq – facebook – google+ – chatten … Was ist das überhaupt? Wie kann ein Handy zum Mobbing-Instrument werden? Was passiert in Chaträumen? Wie funktioniert facebook?  Die Referenten Dieter Molitor und Christoph Klemm klären hierzu auf und berichten über Chancen und Risiken der neuen Medienwelten.

Der Förderverein und die Schulsozialarbeit der Realschule Teningen freuen sich einen weiteren pädagogischen Vortrag für Eltern, Lehrkräfte und interessierte Teninger Bürger und Bürgerinnen anbieten zu können. Sie konnten dazu Experten des Regierungspräsidiums Freiburgs  gewinnen.

Vortrag „Medienwelten unserer Kinder & Jugendlichen“

Dienstag, 15. November 2011
Ort: Realschule Teningen
Beginn: 20h

Der Eintritt ist frei!

Öffentliche Fachtagung zur Schulsozialarbeit 2012

Die Fördervereine der Nikolaus-Christian-Sander-Grund- und Werkrealschule Teningen-Köndringen und der Theodor-Frank-Realschule Teningen veranstalten eine Fachtagung zum Thema Schulsozialarbeit. Sie richtet sich an ein Fachpublikum, an Vertreter der Gemeinden, an Eltern und Lehrkräfte sowie an eine interessierte Öffentlichkeit.

Datum: 19. April 2012
Beginn: 17h bis 21.30 Uhr
Ort: Foyer Schulzentrum Teningen

Der Wiedereinstieg des Land es in die Kofinanzierung und die Förderung durch das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes gewichteten das Fachgebiet der Schulsozialarbeit neu. Damit ist ein Ziel der Fördervereine, das mit den bisherigen Aktionen unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ verfolgt wurde, erreicht. Ein großer Schritt von der Freiwilligkeit zur Verbindlichkeit wurde getan. Den Fördervereinen ist es ein großes Anliegen, weiterhin zur Institutionalisierung der Schulsozialarbeit beizutragen.

Zwei ausgewiesene Experten konnten als Referenten gewonnen werden: Dr. Eberhard Bolay, Erziehungswissenschaftler an der Universität Tübingen, und Alexander Meic, Jugendreferent der Stadt Lauffen am Neckar. Beide sind im Netzwerk Schulsozialarbeit des Landes Baden-Württemberg vertreten. Sie werden darlegen, was man heute unter professioneller Schulsozialarbeit versteht, was sie in der Praxis leistet und wofür sie zuständig ist. Sie erörtern die Frage, inwiefern Schulsozialarbeit als Bestandteil des Bildungsauftrags angesehen wird. Dabei geht es um ihr Selbstverständnis. Außerdem gehen sie auf empirische Forschungsergebnisse zu den Wirkungen von Schulsozialarbeit ein.

Nach den Fachvorträgen planen wir ein Podiumsgespräch mit den Referenten, Vertretern der Schulen, der Gemeinde, Trägern der Schulsozialarbeit und mit Abgeordneten der im Landtag vertretenen Parteien aus dem Kreis.

Die Förderverein lädt alle am Teninger Schulleben Beteiligten und Interessierten dazu herzlich ein.

Alkohol in aller Munde: Jugend & Alkohol

Einen informativen und kurzweiligen öffentlichen Vortrag hielt am vergangenen Donnerstag Mattias Locher auf Einladung des Fördervereins der Theodor Frank Haupt- und Realschule Teningen und der Schulsozialarbeit des Diakonischen Werks Emmendingen.
Matthias Locher ist Mitarbeiter der Sucht und Drogenberatungsstelle EMMA in Emmendingen, die der AGJ, dem Fachverband für Prävention und Rehabilitation der Erzdiözese Freiburg. Mit einfachen Fragen an die zahlreichen Zuhörer begann er seinen Vortrag: Wann haben Sie das erste Mal Alkohol getrunken? Können Sie sich noch an den Grund erinnern? Wann hatten Sie zum ersten Mal einen Rausch? Habe Sie das Ihren Eltern erzählt? Haben die das überhaupt gemerkt? Zu welchem Anlass trinken Sie heutzutage Alkohol? Wann wird in der Öffentlichkeit Alkohol ausgeschenkt? Alkohol in aller Munde: Jugend & Alkohol weiterlesen

Vortrag über Handy/Internet und deren Nutzung

Im Netz der ungeahnten Möglichkeiten Vortrag zur Internet- und Handynutzung an der Theodor-Frank-Schule Einen äußerst interessanten und aufschlussreichen öffentlichen Vortrag zum Thema „Chancen und Risi-ken der Internet- und Handynutzung für Kinder und Jugendliche“ hielt Frau Claudia Brotzer auf Einladung des Fördervereins der Theodor-Frank Haupt- und Realschule Teningen und der Schulsozialarbeit des Diakonischen Werks Emmendingen. Die Kreisjugendreferentin des Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Referentin für medienpädagogische Elternarbeit beim Landesnetzwerk der Aktion Jugendschutz in Baden-Württemberg sprach die vielen Facetten dieses sehr umfassenden Themengebietes an. Vortrag über Handy/Internet und deren Nutzung weiterlesen