Rede zur BenefizVeranstaltung „Gemeinsam sind wir stark!“ (18. Feb 2011)

“Ich begrüße alle Anwesende recht herzlich im Namen des Fördervereins der Theodor-Frank-Realschule.

Mit „Gemeinsam sind wir stark!“ 2011 in Form einer Benefizveranstaltung sind die Fördervereine und der Elternbeirat der Teninger Real- und Werkrealschule dieses Jahr neue Wege gegangen. Und wir schätzen uns glücklich über all den Zuspruch und die Anerkennung, die wir bisher bekommen haben. Wir haben das Gefühl in einer innovativen und familienfreundlichen Gemeinde zuhause zu sein. Auch wenn es auch noch genug Potential zu Verbesserung gibt und weitere Verbesserungen immer wünschenswert sind!

Natürlich, schaut man über den eigenen Tellerrand findet man immer einen der besser ist als man selbst, aber auch einen dem es schlechter geht. Unser Ziel ist es auf jeden Fall kontinuierlich besser zu werden. Der Förderverein der Theodor-Frank-Realschule ist deshalb weiterhin bestrebt mit zu gestalten, dass das Leben in unserer Gemeinde für Familien attraktiv bleibt. Und dazu gehört nun mal auch das Vorhandensein einer Stelle für Schulsozialarbeit an unseren Schulen!

Angefangen hat alles vor 5 Jahren. Der Förderverein der Theodor-Frank Schule erkannte die Notwendigkeit, sich bei der Sicherung und der Erweiterung der Schulsozialarbeit zu beteiligen. Die damals vorhandene 25%-Stelle (also gerade mal 10 Stunden pro Woche) entsprach mitnichten dem Bedarf unserer Schule mit ca. 800 Schülerinnen und Schülern. So wurde das Teninger Projekt „Gemeinsam sind wir stark!“ aus der Not der ungenügenden Finanzierung durch den Vorstand des Förderverein der Theodor-Frank-Schule geboren. 2008 führten wir das Projekt zum erstemal durch.

Es sollte zum einen die Finanzierung der Schulsozialarbeit erheblich unterstützen, aber vor allem ein deutliches Zeichen in der Gemeinde selbst setzen! Die Schülerinnen und Schüler engagierten sich darauf hin unter Leitung des Fördervereins ehrenamtlich und erbaten sich dafür eine Spende zugunsten ihrer Schulsozialarbeit. So zeigten sie sich als aktiv gestaltendes Mitglied der Gemeinde Teningen und wurden durch ihre Eigeninitiative weit über die Gemeindegrenze anerkennend wahrgenommen. Mit ihrem bemerkenswerten Beitrag konnte die Schülerschaft damals ihre Schulsozialarbeit auf eine 50%-Stelle erweitern und sichern!

Bis heute hat sich der Förderverein an den Kosten der Schulsozialarbeit in Höhe von 20.000 € beteiligt. Ferner bemühte er sich seither ständig bei der Landesregierung durch Schriftwechsel und Unterschriftensammlungen zur Anerkennung der Schulsozialarbeit als Bestandteil des Bildungsauftrags der Schulen und somit um eine Finanzierung durch das Land. Leider bisher ohne Erfolg. Die Landesregierung gibt die Verantwortung rigoros an die Kommunen weiter. Auch hier wurden seither viele Gespräche geführt. Und das, wie wir heute gehört haben, mit Erfolg. Vielen Dank an Bürgermeister Hagenacker und dem Teninger Gemeinderat!

„Gemeinsam sind wir stark!“ 2011 wird nicht nur alleine durchgeführt, um die Schulsozialarbeit in unserer Gemeinde mitzufinanzieren. Es geht den Fördervereinen vor allem darum, darauf hinzuweisen, dass die Finanzierung der Schulsozialarbeit noch immer nicht gesetzlich klar geregelt ist. Wir sind der Ansicht, dass hier in dieser Sache auch das Land in der Pflicht steht. Die Landesregierung beharrt jedoch auf ihrer Position, dass Schulsozialarbeit Aufgabe der Jugendhilfe sei und überantwortet den Kommunen die Finanzierung alleine. Dies sehen die meisten am Schulleben Beteiligten anders! Die Fördervereine werden deshalb auch in dieser Sache aktiv bleiben. Mit „Gemeinsam sind wir stark!“ 2011 wollen wir erneut ein Zeichen setzen!

Mein Dank gilt im Namen aller Mitglieder des Fördervereins all den zahlreichen Menschen, die uns bei dieser Arbeit bisher unterstützt haben. Vor allem aber gilt mein Dank den Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die den Anfang gemacht haben und uns gezeigt haben wie man gemeinsam etwas bewegen kann. Eben gemäß unserem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“

So wünsche ich Ihnen alle noch einen unterhaltsamen und fröhlichen Abend.”